THEORIE & PRAXIS

Für eine gute Gesangs- und Stimmausbildung ist die Theorie genauso wichtig wie die praktischen Übungen. Nur durch ein theoretisches Verständnis kann eine Weiterentwicklung im eigenen Können stattfinden. Im Rahmen Deines Unterrichts werde ich Dir das notwendige Wissen lehren, um dieses dann in die Praxis mit Dir umzusetzen. Selbstverständlich starten wir gemäß Deinem schon vorhandenen Wissen.

 

 

NOTATION

Als Notation bezeichnet man in der Musik das grafische Festhalten von musikalischen Parametern wie Tonhöhe, -dauer und -lautstärke in einer dazu entwickelten Notenschrift. Sprich: durch die Notation lassen sich Töne aufschreiben und vergehen nicht.

 

Neben allgemeinen und grundsätzlichen Notationsregeln, wie z.B. die Anordnung des Notenschlüssels, den Tonartvorzeichen und den Taktangaben, werde ich Dir vor allem die Notenschrift und das Notensystem lehren. Wesentliche Bestandteile des Unterrichts sind dabei der Violinschlüssel (bzw. G-Schlüssel) sowie der Sopran-, Alt- und Tenor-Schlüssel.

 

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HINTERGRUND UND ZIEL

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es gerade im Austausch mit anderen Musikern, Instrumentalisten oder Produzenten von großem Vorteil ist, wenn Du die Notenschrift verstehst und gleichzeitig Dich und deine Vorstellungen dadurch auch schriftlich mitteilen kannst. Eigene melodische Ideen („Songwriting“) kannst Du durch Noten festhalten und wiedergeben. Das sogenannte Blattsingen (bzw. Prima-Vista-Singen, Absingen von einem Notenblatt) ist für die Mitwirkung in Chören gehobener Leistungsklassen zwingend erforderlich. Gleichzeitig ist die Notenlehre die ideale Voraussetzung für gelingende Gehörbildung und dem Verständnis der Harmonielehre.

 

GEHÖRBILDUNG

Gehörbildung ist ein Bereich der Musikbildung und bezeichnet den Prozess, in dem das Gehör darin geschult wird, Intervalle, Tonhöhen und Rhythmen zu bestimmen. Die Gehörbildung ist notwendige Voraussetzung, um ein Lied richtig singen zu können.

 

Intervalle werde ich Dir akustisch per Klavier wiedergegeben, die Du dann nachsingst. Rhythmus und Melodiediktate werden wir regelmäßig durchführen und entwickeln Dir dadurch eine schnellere musikalische Auffassungsgabe. Gleichzeitig eignest Du Dir die Bestimmung von Drei- oder Vierklängen sowie die Erkennung und Wiedergabe von Tonleitern und Skalen an. Die Gehörbildung macht Dich flexibler und lässt Dich diverse Musikstile verstehen und interpretieren.

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HINTERGRUND UND ZIEL

 

Ziel der Gehörbildung ist der Aufbau Deines geschulten Ohres. Dein Gehör wird sensibilisiert für Harmonien und ermöglicht Dir die präzisere Wahrnehmung des akustischen Geschehens in seiner Gesamtheit. Zusätzlich wirst Du als Sänger für Mehrstimmigkeit konditioniert und kannst diese auf Abruf schnell wiedergeben, wodurch Du Dich für Begleitgesang (engl. backing vocal, auch Hintergrundgesang) empfehlen kannst. Darüber hinaus resultiert aus der Gehörbildung Dein sicheres Improvisieren sowie Deine saubere Intonation.

 

HARMONIELEHRE

Die Harmonielehre hängt unmittelbar mit der Gehörbildung zusammen und stellt die theoretische Basis dafür dar. „Harmonie“ ist ein umfassender Begriff, der für den gleichzeitigen Zusammenklang der Töne steht, der sogenannten vertikalen (zeitgleich) Komponente der Musik. Im Unterschied dazu stehen die horizontalen (nacheinander) Komponenten des Rhythmus und der Melodie. Im Rahmen Deines Gesangunterrichts wirst Du Intervalle, Tonarten, Tonleitern sowie Akkorde kennenlernen und verstehen und anwenden können.

 

INTERVALLE

 

In der Musik werden Töne zeitgleich oder nacheinander angeordnet. Der Abstand zweier Töne wird als Intervall bezeichnet. In der Theorie bedeutet dies, dass Du lernst anhand des Notensystems den Zwischenraum bzw. Abstand zweier Töne zu bestimmen. Idealerweise verbinden wir dies mit der Gehörbildung, so dass Du für die Erkennung der jeweiligen Tonabstände sensibilisiert und trainiert wirst.

 

 

TONARTEN, TONLEITERN UND TONSKALEN

 

Die Herleitung und Bestimmung von Tonarten, Tonleitern und den dazu gehörigen Vorzeichen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Musiktheorie im Unterricht. Unter anderem wirst Du den Quintenzirkel kennenlernen, der die Grundsätze der Notation lehrt. Du lernst Dur- und parallel Moll-Tonarten schriftlich kennen, die ich Dir auch akustisch (vgl. Gehörbildung) vermitteln werde.

 

 

AKKORDE

 

Ein Akkord ist in der Musik das gleichzeitige Erklingen unterschiedlicher Töne, die sich harmonisch deuten lassen. Erklingen mehr als zwei Töne zeitgleich, dann wird von Akkorden – sogenannten Drei- oder Vierklängen – gesprochen. In der realen Musik bilden sich Akkorde aus dem Zusammenklang vieler Stimmen, die verschiedene Funktionen haben: Melodie, Bass, sowie Begleit-, bzw. Füllstimmen. Neben der akustischen Lehre werden wir uns insbesondere schriftlich mit dem Thema auseinandersetzen.

 

HINTERGRUND UND ZIEL

 

Die Harmonielehre legt die theoretische Basis für die Gehörbildung. Beide sind miteinander verschmolzen. Die Harmonielehre zielt auf die Erweiterung Deines musikalischen Verständnisses ab. Nur durch ein gutes Verinnerlichen der Harmonielehre (in Verbindung mit der Gehörbildung) wirst Du Mehrstimmigkeit (engl. „Backings“) auf hohem Niveau und in großem Umfang auf Abruf wiedergeben können. Gleichzeitig wird Dir dadurch das freie Improvisieren (engl. „jammen“) oder das einsingen von „Adlibs“ problemlos möglich sein. Das Wissen der Harmonielehre ermöglicht Dir darüber hinaus das Schreiben eigener Lieder (engl. „Songwriting“) bzw. die Komposition eigener Musikstücke.

 

 

 

Jasmin Oraki | Vocal Coach | Singer/Songwriter | Köln | Nordrhein-Westfalen | Deutschland